Umge­stal­tung Bahn­hofs­um­feld Nordhorn

Mehr­stu­fi­ger Umbau­plan zielt auch auf Wie­der­ein­füh­rung des Schienenverkehrs

Die Bent­hei­mer Eisen­bahn AG und die Stadt Nord­horn pla­nen die Umge­stal­tung des Bahn­hof­um­fel­des und den Bau einer zen­tra­len Omni­bus-Hal­te­stel­le (ZOH) für eine bal­di­ge Wie­der­auf­nah­me des Per­so­nen­ver­kehrs auf den Glei­sen der Bent­hei­mer Eisen­bahn (BE).

Bus­dreh­schei­be am Nord­hor­ner Bahnhof

Der Bahn­hof Nord­horn wird zu einer Dreh­schei­be für den öffent­li­chen Nah­ver­kehr. Dafür ent­stan­den auf dem bis­he­ri­gen Gleis­feld am alten BE-Stück­gut-Ter­mi­nal sechs Bus­hal­te­stel­len, Taxi-Stell­plät­ze, Park­plät­ze für den ruhen­den Ver­kehr und eine Bike & Ride Fahr­rad­sta­ti­on. Auch die Frei- und Park­flä­chen direkt vor dem Bahn­hof wur­den neugestaltet.

Städ­te­bau­lich-stra­ßen­räum­li­che Situation

Der Bahn­hof liegt zen­tral im Stadt­ge­biet von Nord­horn, am Frens­dor­fer Ring. Die Ent­fer­nung zum Stadt­kern im Nord­os­ten beträgt ca. 500 Meter. Der Bahn­hof liegt am ver­kehr­lich rela­tiv stark belas­te­ten Kno­ten­punkt Stadtring/Bahnhofstraße/Frensdorfer Ring. Der Stra­ßen­raum des Frens­dor­fer Rin­ges wei­tet sich konisch nach Nord-Wes­ten auf.

Das hete­ro­ge­ne Umfeld des Bahn­ho­fes wird durch groß­maß­stäb­li­che Bebau­ung der 60er Jah­re (Post, gewerb­li­che Nut­zung, vier- und acht­ge­schos­si­ge Wohn- und Geschäfts­häu­ser) geprägt. Süd­lich der Umge­stal­tung Bahn­hof­um­feld Nord­horn Mehr­stu­fi­ger Umbau­plan zielt auch auf Wie­der­ein­füh­rung des Schie­nen­ver­kehrs Bahn­li­nie grenzt die Berufs- und Fach­schu­le an.

Dazu kon­tras­tiert das Bahn­hofs­ge­bäu­de als zwei­ge­schos­si­ger Zie­gel­bau mit spä­te­ren bau­li­chen Ergän­zun­gen aus den 50er Jah­ren. Da die Funk­ti­on als Per­so­nen­bahn­hof auf­ge­ge­ben wur­de, fin­den sich im Bahn­hofs­ge­bäu­de ver­schie­de­ne pri­vat­wirt­schaft­li­che Nut­zun­gen. Das Gebiet wird durch alten, teil­wei­se lücken­haf­ten Baum­be­stand geprägt, der weit­ge­hend erhal­tens­wert ist.

In der ers­ten Aus­bau­stu­fe ent­steht bis 2013 anstel­le der ehe­ma­li­gen Güter­ab­fer­ti­gung ein neu­er Bus­bahn­hof. Im End­aus­bau soll das gesam­te Bahn­hofs­ge­län­de zwi­schen dem Are­al des NINO Kom­pe­tenz­zen­trum Wirt­schaft und der Dene­kam­per Stra­ße fit sein für die erwar­te­te Wie­der­an­bin­dung an den Schie­nen­ver­kehr ab 2017. Dazu wird der Frens­dor­fer Ring auf drei Fahr­spu­ren zurück­ge­baut. Am Bahn­gleis der BE ist ein über­dach­ter Bahn­steig- und War­te­be­reich geplant. Außer­dem wird der his­to­ri­sche Bahn­hof in der letz­ten Aus­bau­stu­fe saniert.

Stich­punk­te zur Referenz:

  • Mehr­stu­fi­ger Umbauplan
  • Bus­dreh­schei­be am Nord­hor­ner Bahnhof
  • Städ­te­bau­lich-stra­ßen­räum­li­che Situation

Aus­bau­stu­fe 1

Mit Blick auf die ange­streb­te Attrak­ti­vi­tät des ÖPNV und die Besei­ti­gung ver­kehr­li­cher Män­gel wur­de ein Pla­nungs­kon­zept mit fol­gen­den Maß­nah­men erarbeitet:

  • Abbruch der BE-Güter­hal­le und Rück­bau der davor lie­gen­den Gleisanlagen
  • Rück­bau der vier­ten Fahr­spur am Frens­dor­fer Ring auf eine drei­spu­ri­ge Fahrbahn
  • Umge­stal­tung des Bahn­hofs­vor­plat­zes mit Taxi-War­te­plät­zen, Kurz­zeit­par­ker und die Schaf­fung von Flä­chen, die als Park & Ride-Anla­ge genutzt werden
  • Anla­ge der ZOH für Regio­nal­bus­se (6 Hal­te­po­si­tio­nen) sowie Auf­he­bung der Hal­te­stel­le nörd­lich des Frens­dor­fer Ringes
  • Ver­bes­se­rung der Situa­ti­on im Stadt­bus­ver­kehr und Erreich­bar­keit der Bus­hal­te­stel­len an der Dene­kam­per-/ Bahn­hof­stra­ße durch Teilumbau
  • Anord­nung von über­dach­ten Bike & Ride-Plätzen

Aus­bau­stu­fe 2

Als Ergän­zung zum alten Bahn­hofs­be­stand ent­stand eine in Ost-West-Rich­tung ver­lau­fen­de acht Meter brei­te und ca. 90 Meter lan­ge Gebäu­de­an­la­ge. Die im Bau­stein­cha­rak­ter zwei­ge­schos­sig geplan­ten Gebäu­de ermög­li­chen varia­ble Funktionseinheiten.

Ein „Flug­dach“ bie­tet all­sei­tig wit­te­rungs­ge­schütz­te Vor­flä­chen für die angren­zen­den unter­schied­lichs­ten Ver­kehrs­ar­ten. Gleich­zei­tig erreicht man damit auch eine Bahn­steig­über­da­chung. Wei­ter wur­de ein geschlos­se­ner War­te­be­reich mit diver­sen Dienst­leis­tun­gen angegliedert.

Aus­bau­stu­fe 3

  • Rück­bau der bestehen­den Park­plät­ze Ecke Bahnhofstraße/Frensdorfer Ring
  • Rück­bau der Vor­bau­ten des Bahn­hofs­ge­bäu­des auf das alte zwei­ge­schos­si­ge Gebäu­de zur Ver­grö­ße­rung des Bahnhofsvorplatzes
  • Sanie­rung des Bahnhofgebäudes
  • Anbin­dung einer „Fuß­gän­ger­pro­me­na­de“ zum NINO-Areal
  • Erstel­lung einer Per­so­nen­un­ter­füh­rung der vor­han­de­nen Gleis­an­la­gen als Erschlie­ßung für einen optio­na­len Bahn­steig 2
  • Im direk­ten Anschluss Errich­tung von Park­flä­chen für den ruhen­den Ver­kehr als Ersatz für die ent­fal­len­den Park­plät­ze Bahnhofstraße/Frensdorfer Ring
  • Als Alter­na­ti­ve zur Sanie­rung des alten Bahn­hofs­ge­bäu­des wird der Abbruch und ein par­al­lel zum Frens­dor­fer Ring sowie zu den Glei­sen ver­lau­fen­der Neu­bau­kom­plex als Rück­grat zum Stadt­kern der Stadt Nord­horn vorgeschlagen.