Neue Woh­nun­gen in Laatzen-Mitte

Laat­zen — Sene­fel­der Str.

Im Früh­jahr 2016 hat die Stadt Laat­zen ein 4790 qm gro­ßes Grund­stück in der Sene­fel­der Stra­ße west­lich der Erich-Panitz-Stra­ße gekauft. In Ver­län­ge­rung des Pfle­ge­heims Dr. Wil­ke­n­ing wird eine Miet­wohn­an­la­ge mit fünf bis sie­ben Voll­ge­schos­sen für 60 Woh­nun­gen ent­ste­hen. Es han­delt sich um Woh­nungs­bau mit durch­gän­gi­ger Durch­mi­schung der Woh­nungs­grö­ßen für unter­schied­lichs­te Lebens­ge­mein­schaf­ten oder Wohn­wün­sche, inkl. frei ver­miet­ba­ren Woh­nun­gen. Der Inves­tor über­trifft mit sei­nem gemein­sam mit LINDSCHULTE Inge­nieu­re + Archi­tek­ten (Nordhorn/Han­no­ver) ent­wi­ckel­ten Kon­zept eine wesent­li­che Vor­ga­be der Stadt auf einem Min­dest­an­teil sozia­len Woh­nungs­bau von 50%.

Wei­te­re Anfor­de­run­gen waren unter ande­rem eine qua­li­täts­vol­le archi­tek­to­ni­sche und städ­te­bau­li­che Gestal­tung der Gebäu­de, wobei THI gemein­sam mit LINDSCHULTE eben­falls überzeugte:

Leit­idee und Nutzungskonzept

Grund­sätz­li­ches Ziel des Pro­jekts war eine sozi­al durch­misch­te und genera­tio­nen­über­grei­fen­de und nach­hal­tig für die Nut­zer finan­zier­ba­re Anla­ge zu erstel­len, die durch ihre Qua­li­tä­ten eine eige­ne Quar­tiers­bil­dung beför­dert. Die Gemein­schaft soll durch Ein­rich­tun­gen wie eines Treff­punkts im Grün­zug und zwei­er Gemein­schafts­räu­me geför­dert wer­den. Die Gemein­schafts­räu­me sol­len im Erd­ge­schoss des Bau­kör­pers dazu die­nen, dass Familien‑, Ver­eins- oder sons­ti­ge Fei­ern und Ver­samm­lun­gen ein Raum­an­ge­bot gege­ben wird. Außer­dem sol­len bar­rie­re­freie und behin­der­ten­ge­rech­te Woh­nun­gen geschaf­fen wer­den. Dar­aus ergibt sich die Mög­lich­keit einen Teil des Gesamt­kon­zep­tes mit dem Ziel, eine alten­ge­rech­te Wohn­an­la­ge zu realisieren.

Städ­te­bau­li­ches Konzept

Das Grund­stück defi­niert sich in nörd­li­cher Rich­tung durch einen vor­han­de­nen Grün­zug. Die­ser wird als prä­gen­des Ele­ment in das Kon­zept inte­griert und so aus­ge­baut, dass für die Bewoh­ner dort Auf­ent­halts­qua­li­tät entsteht.

Die Aus­rich­tung des Grund­stücks im Hin­blick auf die Him­mels­rich­tun­gen, die vor­han­de­ne städ­te­bau­li­che Struk­tur und deren Qua­li­tä­ten ermög­licht ein Schlie­ßen der vor­han­de­nen Kör­per durch einen Wohn­rie­gel in Ost-West-Rich­tung, der für das Pro­jekt maß­geb­lich ist. Hier wer­den pri­va­te Auf­ent­halts­räu­me inner­halb und außer­halb der Woh­nun­gen in wenig ver­schat­te­ten, licht-durch­flu­ten­den Berei­chen geschaf­fen, wäh­rend die Indi­vi­du­al­räu­me, die Nass­zel­len und die Erschlie­ßung wei­test­ge­hend nach Nor­den aus­ge­rich­tet sind.

Archi­tek­to­ni­sches Kon­zept und Gestaltung

Grund­ge­dan­ke der Grund­ris­s­ana­to­mie ist eine größt­mög­li­che Gebäu­de­fle­xi­bi­li­tät im Hin­blick auf die zu defi­nie­ren­den tat­säch­li­chen Bedürf­nis­se in Laat­zen: Der Ost-West-Rie­gel ist so ent­wor­fen, dass durch das „Schal­ten“ von Räu­men fle­xi­ble Woh­nungs­grö­ßen unter Berück­sich­ti­gung der Anfor­de­run­gen des sozia­len Woh­nungs­baus und der För­der­mit­tel­ge­ber ermög­licht wird. Daher rich­tet sich der ange­streb­te Mix an unter­schied­li­chen Woh­nungs­grö­ßen nicht nach der hier gewähl­ten Archi­tek­tur und deren Bedin­gun­gen, son­dern nach dem tat­säch­lich vor­han­de­nen Bedarf in Laat­zen, der gemein­sam zu defi­nie­ren ist.

Die Gestal­tung der Fas­sa­den, der Gemein­schafts­flä­chen, der halb­öf­fent­li­chen Räu­me, der öffent­li­chen Räu­me, der Grün­an­la­gen und der Dach­land­schaft ori­en­tiert sich an dem Ziel einer nach­hal­ti­gen Wer­tig­keit, die der geplan­ten Nut­zung ange­mes­sen ist.

Das Ver­le­gen eines Groß­teils der Stell­plät­ze in das Unter­ge­schoss ermög­licht es, auf dem Grund­stück zusätz­li­che Bepflan­zun­gen vor­zu­neh­men und Auf­ent­halts- sowie Grün­be­rei­che zu schaffen.

Öko­lo­gi­sche Anforderungen

Neben den Min­dest­an­for­de­run­gen der EnEV, die ohne­hin ein­zu­hal­ten sind, soll das Pro­jekt dar­über hin­aus als KfW-55-Gebäu­de erstellt und ggf. ent­spre­chend geför­dert wer­den. Die hier­für erfor­der­li­chen Maß­nah­men erstre­cken sich über die Däm­mung, Bau­teil­qua­li­tä­ten und den Ein­satz von erneu­er­ba­ren Ener­gien. Denk­bar sind hier ins­be­son­de­re der Ein­satz von Wär­me­pum­pen auf Erd­wär­me­ba­sis, Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen auf den Flach­dach­be­rei­chen und vor allem die Instal­la­ti­on eines Gas-Blockheizkraftwerks.

Leis­tungs­bil­der im Einzelnen:

  • Miet­wohn­an­la­ge mit fünf bis sie­ben Geschos­sen, 60 Wohnungen
  • Archi­tek­to­ni­sche und städ­te­bau­li­che Gestaltung
  • Ent­wurf als KfW-55-Gebäude