Umfas­sen­de Umge­stal­tung, Erwei­te­rung und ener­ge­ti­sche Sanie­rung

des Volks­bank-Are­als in Nord­horn

LINDSCHULTE erhielt den Gesamt-Pla­nungs­auf­trag für die Neu­ge­stal­tung der Haupt­stel­le der Graf­schaf­ter Volks­bank eG in Nord­horn, einem Leucht­turm­pro­jekt der Regi­on. Erhöh­te Anfor­de­run­gen an den Kun­den­ver­kehr sowie ste­tig wach­sen­der Platz­be­darf hat­ten eine Über­ar­bei­tung des Gesamt­are­als der Bank im Zen­trum von Nord­horn not­wen­dig gemacht.

Nicht nur die sanie­rungs­be­dürf­ti­ge Haupt­stel­le soll­te erhal­ten blei­ben, auch die stadt­bild­prä­gen­den Stadt­vil­len waren in die Gesamt­be­bau­ung zu inte­grie­ren. Der zusätz­li­che Platz­be­darf wur­de durch einen gemein­sa­men rück­wär­ti­gen drei­ge­schos­si­gen Neu­bau abge­deckt. Eine Tief­ga­ra­ge erschließt die Bau­kör­per unter­ir­disch und ließ ober­ir­disch Raum für eine anspruchs­vol­le Außen­ge­stal­tung sowie mög­li­che zukünf­ti­ge Erwei­te­run­gen.

In den Mit­tel­punkt aller Über­le­gun­gen stell­te die Graf­schaf­ter Volks­bank von Beginn an den Men­schen – die Kun­den und die Mit­ar­bei­ter, an denen die Pla­nun­gen aus­zu­rich­ten waren. So erhiel­ten alle Arbeits­plät­ze einen ein­heit­li­chen Stan­dard hin­sicht­lich Gestal­tung, Kom­fort, Raum­kli­ma und Akus­tik. Und dies unter Berück­sich­ti­gung der städ­te­bau­lich expo­nier­ten Lage auf einem hohen archi­tek­to­ni­schen Niveau. Eine in jeder Hin­sicht span­nen­de Auf­ga­be, zudem „unter lau­fen­der Rah­men­funk­ti­on“.

Alle Pla­nungs­leis­tun­gen von der Archi­tek­tur über die Stand­si­cher­heit und Sta­tik, die Gebäu­de­tech­nik mit Heizungs‑, Kälte‑, Sanitär‑, Lüftungs‑, Elek­tro­tech­nik, MSR-Tech­nik und Licht­pla­nung sowie die Außen­an­la­gen­pla­nung wur­den von LINDSCHULTE im eige­nen Haus erbracht. Dank detail­lier­ter Pla­nung mit 3D-Visua­li­sie­run­gen konn­ten bereits in einem frü­hen Sta­di­um unter­schied­li­che Vari­an­ten durch­ge­spielt und auch die Öffent­lich­keit sowie Behör­den „mit­ge­nom­men“ wer­den.

Für die Neu­ge­stal­tung war dem Vor­stand der Volks­bank eine „weg­wei­sen­de“ Kon­zep­ti­on des Arbeits­um­fel­des für Mit­ar­bei­ter und Kun­den äußerst wich­tig. Des­halb wur­den die Volks­bank-Mit­ar­bei­ter von Anfang an mit Hil­fe von Work­shops, Gesprä­chen und Live-Besich­ti­gun­gen inten­siv in den Pla­nungs­pro­zess mit ein­be­zo­gen. Ziel war es, die Gesamt­kon­zep­ti­on zukunfts­si­cher zu machen und „maß­ge­schnei­der­te“ Arbeits­plät­ze zu gestal­ten – eine Ent­wick­lung der Gesamt­kon­zep­ti­on der Bank „von innen nach außen“. Die heu­ti­ge Arbeits­wei­se mit ihren mobi­len und digi­ta­len Medi­en erfor­dert offe­ne Struk­tu­ren mit schnel­le­ren Infor­ma­ti­ons­we­gen bei gleich­zei­ti­ger Aner­ken­nung des Bedürf­nis­ses nach Pri­vat­sphä­re und der Mög­lich­keit nach indi­vi­du­el­len Rück­zugs­or­ten für unge­stör­tes Arbei­ten. Dies hat­te deut­li­chen Ein­fluss auf die archi­tek­to­ni­sche Gestal­tung. Im Sin­ne eines ange­neh­men Umfelds wur­de viel Wert auf Mate­ria­li­en, Far­ben und Ober­flä­chen­struk­tu­ren gelegt.

Zie­le „Team­wel­ten“:

  • Moti­vie­ren­de und dyna­mi­sche Arbeits­wel­ten für mehr Effek­ti­vi­tät und Kom­mu­ni­ka­ti­on
  • Reprä­sen­ta­ti­ves Büro-Ambi­en­te, das sich an den Bedürf­nis­sen der Mit­ar­bei­ter ori­en­tiert und mit dem sich die Mit­ar­bei­ter iden­ti­fi­zie­ren
  • Rück­zugs­mög­lich­kei­ten für unge­stör­tes kon­zen­trier­tes Arbei­ten
  • Mobi­li­tät durch geeig­ne­te Aus­stat­tung wie per­sön­li­che Cad­dys, Lap­tops, schnur­lo­se Tele­fo­ne
  • Schnel­le­re Infor­ma­ti­ons­we­ge, Opti­mie­rung der Pro­zes­se
  • Akus­tik und Wohl­fühl­kom­fort

Im Inne­ren des Gebäu­des sorgt eine moder­ne Haus­tech­nik für ein ange­neh­mes Raum­kli­ma und eine nach­hal­ti­ge Ener­gie­ef­fi­zi­enz. Dazu wur­den eine kon­trol­lier­te Be- und Ent­lüf­tung, aus­ge­führt als Voll­kli­ma­an­la­ge (heizen/kühlen/befeuchten/entfeuchten) mit Wär­me­rück­ge­win­nung, eben­so ein­ge­baut wie eine Wär­me- und Käl­te­er­zeu­gung durch rege­ne­ra­ti­ve Gas­wär­me­pum­pen­tech­nik und Frei­küh­l­ein­rich­tun­gen. Strah­lungs­wär­me und ‑käl­te über den Ein­bau von Kühl- und Heiz­de­cken gewähr­leis­tet hohen Wohl­fühl­kom­fort. Die Bedie­nung von Raum­tem­pe­ra­tur, Beleuch­tung und Ver­schat­tung erfolgt nicht über kon­ven­tio­nel­le Schal­ter, son­dern bequem und indi­vi­du­ell via Web-Brow­ser. Aus­ge­nom­men davon sind die mit Bedien­ta­bleaus aus­ge­stat­te­ten Bespre­chungs­räu­me.

Für opti­ma­le Sicher­heit sor­gen Brandmelde‑, Ein­bruch- und Über­fall­mel­de­an­la­gen sowie ein Zutritts­kon­troll­sys­tem mit Video­über­wa­chung.

In sämt­li­chen Berater‑, Bespre­chungs- und Kon­fe­renz­räu­men wur­de eine hoch­wer­ti­ge Medi­en­tech­nik ein­ge­baut.

Beson­der­heit ist die zen­tra­le Gebäu­de­leit­tech­nik, über die die gesam­te Gebäu­de­au­to­ma­ti­on von der klas­si­schen MSR-Tech­nik (mes­sen, steu­ern, regeln) für die Gewer­ke Hei­zung, Kli­ma, Käl­te, Lüf­tung bis hin zur moderns­ten Elek­tro­tech­nik gesteu­ert und so die spä­te­re Kon­trol­le und War­tung erleich­tert wird. Dem Faci­li­ty-Manage­ment steht eine umfas­sen­de gewer­ke­über­grei­fen­de Leit­wart­soft­ware mit Soll-/Ist-Wer­ten sowie Stör­mel­dun­gen zur Ver­fü­gung.
Die Grund­be­leuch­tung wur­de mit Lini­en­leuch­ten auf Lüf­tungs­schlit­ze, Deko­ra­ti­ons- und Sicher­heits­leuch­ten, Revi­si­ons­öff­nun­gen sowie den Decken­spie­gel abge­stimmt. Die Arbeits­plät­ze erhiel­ten eine moder­ne LED-Beleuch­tung, die tages­licht- und prä­sen­z­ab­hän­gig gere­gelt wird. Sie sind mit­ein­an­der ver­netzt und tau­schen die Prä­senz­in­for­ma­tio­nen unter­ein­an­der aus – so wer­den u.a. „Licht­in­seln“ ver­mie­den und es ent­steht eine ange­neh­me Arbeits- und Beleuch­tungs­at­mos­pä­re in Abhän­gig­keit von der tat­säch­li­chen Bele­gung.

Das Pro­jekt wur­de 2016 nomi­niert zum Tag der Archi­tek­tur der Archi­tek­ten­kam­mer Nie­der­sach­sen.